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Es werden Posts vom 2013 angezeigt.

Was blüht im Bornimer Garten im Mai? - Die Zeit der Elfen

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Tretet ein!









Die Zeit der Elfen und Tulpen





Logbuch 25: Das Firmenwappen der Karl-Foerster-Staudengärtnerei

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Karl Foerster verwandelte die Wappen der Kriegsfürsten in das Emblem des Friedensfürsten




1.    Quelle:
Marianne Foerster schreibt folgendes zum Firmenwappen der Karl-Foerster-Staudengärtnerei. „Nach dem zweiten Weltkrieg gab es eine Anstecknadel mit dem Firmenwappen für langjährige Mitarbeiter. Damit wurden sie »Foersterianer«. Die Nadel stellte ein japanisches Familienwappen dar: drei Schmetterling um eine Mohnkapsel. Schon vor dem Krieg schmückte es die Bestellkataloge der Gärtnerei von Karl Foerster.“(Marianne Foerster. Der Garten meines Vaters. DVA 2005, S. 25)
Zur Erforschung des Firmenwappens stand mir nur das Internet zur Verfügung. Es gibt eine recht umfangreiche japanische Webseite zu dem Thema „Familienzeichen“, die „Mon“s bzw. „Gamon“s genannt werden. Mon bedeutet „Symbol“ bzw. „Zeichen“, Gamon bedeutet „Familienzeichen“. In der Webseite  sind alle vorhandene Familienzeichen katalogisiert und die meisten davon abgebildet.

2.    Mon (紋) bzw . “Gamon (家紋)” in Japan:
Vornehme j…

Was blüht in Bornimer Garten im April?

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Am vergangenen Montag (15. April) habe ich den Bornimer-Garten besucht. Zaghaft guckten kleine süße Vorfrühlingsblumen aus der Erde. Die Winterlingen sind schon verblüht. Scharbockskraut,und Lerchensporn waren noch zu klein.
Aber der Hartriegelstrauch stand in voller majestätischer Schönheit! Er erhellte den Senkgarten wie eine riesige Fackel.




Auf der Steinbank des Frühlingswegs lag der Zettel, den Marianne Foerster einst für neugierige Besucher geschrieben hatte. Vermutlich haben ihn die Gärtnerinnen über den Winter gut aufgehoben und jetzt zum Frühlingsbeginn wieder hingelegt. Wie süß! Auf dem Zettel stand:


"Die vielen blau-violetten Krokusse heißen: Crocus tommasinianus, Elfenkrokus. Die vielen gelben sind Winterlinge, Eranthus hyemalis. Die gelben Adonisröschen heißen: Adonis amurensis. Die ganz blauen Sternchen sind Scilla siberica + bifolia. Die blauen mit weißer Mitte sind Schneestolz-Chionodoxa. Die vielen bunten (rosa, lila, rot, pink) Kleinen sind: Corydalis solida – Bu…

Die erste internationale Gartenschau in Suncheon, Süd-Korea

Paradies muss nicht perfekt aussehen
In drei Tagen, am Samstag dem 20. April wird die erste internationale Gartenschau in der südkoreanischen Küstenstadt Suncheon eröffnet.

Ich kann leider keine aktuelle Bilder anbieten. Die Veranstalter geben noch kein Fotomaterial frei, nicht weil sie Geheimniskrämer sind, sondern vielmehr weil sie sich in letzter Hektik befinden. Ich schätze, es müssen noch tausende Blumen schnell in die Erde gebracht, noch tausende Handgriffe betätigt und die Wege sauber gefegt werden. Koreanern ist eine Gartenschau in diesem Maßstab (120 ha groß) noch gänzlich unbekannt. Es gibt kaum Ämter dort, die von erlernten Gärtnern bzw. Landschaftsgestaltern bekleidet werden. Basierend auf einer langen Tradition werden die Ämter grundsätzlich von den Geisteswissenschaftlern, Juristen, Verwaltungsexperten besetzt. Kluge Köpfe, aber keinen Schimmer vom Garten. Es gibt  zwar jede Menge freischaffende Gartenarchitekten in Korea, aber keiner von denen hat jemals mit einer Gar…

Logbuch 24: Die Götter und Zauberwesen in Pan und Psyche

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Diese sind Schlüssel zum Dekodieren Foersters Aufsatz "Pan & Psyche". Erst wenn man die Begriffe, die Foerster verwendet hat, in Bezug zu Göttern setzt, beginnt sich der Nebel lichten.


Blitz und Donner; ZeusSonnenball; HeliosHimmel; UranosOzean; OzeanWind; Zephyr (Zephyrus)Spinne; Arachne(griechischΑράχνη „Spinne“) Regenbogen: IrisWeidende Kuh; IoBlaue Vögel, die so groß wie Tauben;PlejadenDie goldene Welt des Mondes; Selene,Tochter des Hyperion und der Rhea, Helios Schwester. Die beiden Geschwister wurden von den Titanen getötet, und von den Göttern zu Lenkern der zwei großen Himmelslichter bestimmt.Jahreszeiten, mit denen er so sehr ringt, sind Horen, Göttinnen der Tages- und Jahreszeiten und des geregelten Lebens.Die drei Jahreszeiten:
Thallo oder Thalatte: Göttin des Frühlings, des BlühensAuxo oder Auxesia: Göttin des Sommers, des Wachstums (nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen athenischen Grazie)Karpo oder Carpo oder Xarpo: Göttin der Herbstes, der Ernte


Logbuch 23: Chaos und Katastrophe, Teil 1: der erste Weltkrieg

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Aufgrund der angespannten Lage in Korea geistert die Kriegsterminologie wieder herum. Zumindest ist in mir eine gewisse Unruhe nicht zu leugnen, obwohl ich nicht glaube, dass es so weit kommt.
In einer Woche wird die Gartenschau in Korea eröffnet. Die Stimmung ist selbstverständlich sehr bedrückt. Die Süd-Koreaner leben scheinbar sorglos weiter, aber jeder ist sich über den Ernst der Lage bewusst. Der Dauerzustand der inneren Unruhe hat sich fast in unseren Genen manifestiert. Man hat im Laufe der Geschichte lernen müssen, mit dem unlösbaren Problem zu leben, der Spielball der Großmächte bzw. Aggressoren zu sein. So war es schon immer, und es scheint diesmal auch nicht anders werden zu wollen. Die Süd-Koreaner vergessen sich lieber in Goldrausch oder "Kangnam-Style", bewahren äußerlich die Ruhe, sie hilft mehr als die Hysterie. 
Wir wollen über Karl Foerster reden. In meiner letzten Post habe ich aus einer Schrift Friedrich-Wilhelm-Foersters eine ganze Passage zitiert. Es h…

Logbuch 22: Friedrich Wilhelm Foerster (1869-1966)

Es überlief mich heiß und kalt, als ich den letzten Abschnitt des Aufsatzes von  Günter Wirth las, den er über Friedrich Wilhelm Foerster (F. W. F.), den älteren Bruder Karl Foersters geschrieben hat.  Genau gesagt geht es um den Anhang, in dem er eine ganze Passage aus dem Buch von F. W. F. "Die jüdische Frage (Basel; Freiburg; Wien, 1959)" zitierte. Was der Vater Wilhelm Foerster 1918 in seiner Abhandlung "Die internationale Wirksamkeit des Judentums in der Vergangenheit und in der Zukunft" begonnen hatte, setzte der Sohn in seinem o. g. Buch fort. 
Auf Leben und Werk F. W. F.s will ich heute nicht näher eingehen. Ich bin noch zu sehr erschüttert von dem, was ich gelesen habe. Angesichts des neueren Vorfalls mit der Gerichtsverhandlung im Münchner Oberlandsgericht, den ich beunruhigend finde, will ich hier die o. g. Zitat in voller Länge bringen. Jeglicher Kommentar erübrigt sich;

Ein bedeutsames Dokument, das F. W. F. in seinem 1959 bei Herder in Freiburg i. Br…

Logbuch 21: Die Berliner Sternwarte - Akademie des Jüdischen Museums

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"Wir kamen vom Schulgange aus dem Friedrichstrassenlärm Berlins durchs große eiserne Tor des Sternwartengartens in eine vogelsangdruchhallte Gartenstille, in deren Mitte das Sternhaus stand. Die Königliche Berliner Sternwarte, von Alexander von Humboldt gegründet und von Schinkel erbaut, lag im Zentrum der Riesenstadt, am Südende der Charlottenstrasse, dem Enckeplatz, in einem fünf Morgen großen Garten." (Karl Foerster. "Elternhaus in der Sternwarte". in: Ein Garten der Erinnerung. Ulmer 2009: S. 23) (Das links abgebildete kleine Ölbild malte um 1900 Ina Foerster, die Mutter Foersters. Sei war eine ausgezeichnete Malerin. Über diese bemerkenswerte Frau erzähle ich später.)

Die Berliner Sternwarte mit einem großen Garten, in dem die fünf Geschwister der Familie Foerster je ein kleines Blumengärtchen besaßen, steht heute nicht mehr. Sie lag in der südlichen Friedrichstadt zwischen der Lindenstrasse und Friedrichstrasse. Die Kinder müssten damals, von der Friedrichst…

Logbuch 20: Der kleine Prinz

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Über die Kindheit Karl Foersters
Wie viel Menschen können von sich behaupten, ihr Elternhaus sei die Sternwarte gewesen. Karl Foerster hatte das 'Glück', - wie er selber schrieb -, in der Sternwarte aufzuwachsen, weil sein Vater, Wilhelm Foerster (1832-1921) der Direktor der Berliner Sternwarte war, - vom 1865 bis 1904 -, 39 Jahre lang. 
Ich denke zur Zeit darüber nach, was bedeuten würde, in der Sternwarte aufzuwachsen, tagtäglich Sterne zu beobachten, Geschichte über sie zu hören, und jede Nacht mit dem leisen "Rumoren gedrehter Beobachtungkuppeln" ins Bett zu gehen. In der Wohnung hingen überall die Normalzeituhren, die synchron mit der Bewegung des Himmelskörpers tickten. Die Kinder wussten es, und waren mächtig stolz darauf. Sie dachten, "unser Vater steckt mit den himmlischen Mächten unter einer Decke".  (Karl Foerster. "Elternhaus in der Sternwarte". in: Ein Garten der Erinnerung. Ulmer 2009: S. 32)
Welchen Einfluss kann dieses Kindheiterl…

Logbuch 19: Frühling

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Vielleicht hat Karl Foerster da oben das Amt des Heiligen Petrus übernommen. Und er schickt uns als seine erste feierliche Amtshandlung den geliebten Winter, um uns zu zeigen, dass der Winter der eigentliche Anfang der Jahreszeiten ist. Ohne zu wissen, dass uns sein Vorgänger schon mit dem Winter beschert hat. Vielleicht ist bei der Amtsübergabe etwas durcheinander gekommen. Vielleicht muss er noch ein wenig üben. 

Lieber Karl, schick uns endlich den Frühling. Wir hatten gestern schon den Frühlingsanfang! Du hast selber geschrieben;


"Ein doppelt so langes Vorspiel wie früher leitet den immer festlicheren Blumenreigen des neuen Gartens ein. Wenig Menschen wissen in Deutschland, dass schon in der Schneeglöckchenzeit 40 bis 50 Blütenstauden und Blütensträucher bunte Farben in den winterlichen Garten tragen und uns einen ganzen Gartenblumenmonat mehr hinzu bringen können, als unsere Eltern kannten. In wessen Garten blühen schon trotz der Februarkälte gelbe Adonissterne aus dem Lande Am…

Logbuch 18: Jupiter und Mondsichel

Es ist sehr kalt. Der zweite Winter verwirrt unsere Sinne, die aus langjähhriger Erfahrung auf Frühling eingestellt sind. 
Gestern herrschte den ganzen Tag über die klare kalte Luft der herrliche Sonnenschein. Wir kamen gerade aus einem ergiebigen Spaziergang heim, es war Abenddämmerung. Durch den Lichtsstrahl angezogen blickte ich auf. Der Himmel war von solchem intensiven Blau, an der Spitze des Kirchturms begegneten sich gerade die Mondsichel und der Jupiter (glaubte ich jedenfalls). Dieses tiefe Blau des Himmels erinnerte mich an den Rittersporn 'Finsteraarhorn'. Welch ein genialer Einfall, diese Blume 'Finsteraarhorn' zu nennen.

Karl Foerster hat mein Sehen deutlich verändert, ja sensibilisiert. Er scheint  viel mehr gesehen und gefühlt zu haben als die meisten Menschen. Dies bezeugen u. a. seine  Familienmitglieder und engste Mitarbeiter. 

Als 1934 das Buch "Garten als Zauberschlüssel"  von Rowohlt  herauskam, schreibt Hans Fallada (Rudolf Ditzen 1893-194…

Logbuch 17: Die feierlichste Frühlingsblume

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Eine Freundin hat mir mal gesagt, man müsse immer einen Schnaps dazu trinken, wenn man die süßen Worte Foersters recht verdauen will. So geht es mir heute den ganzen Vormittag.
Eine so lange Vorede! Spricht da Homer, Ovid oder Vergil? Möglicherweise alle drei zusammen? Nach der anderthalbseitigen Vorrede erfährt man endlich, worum es geht. Um die Schwertlilie! "Die feierlichste Frühlingsblume" hat er sie getauft. 
Das ist wohl wahr. Aber eine ganze Seite und noch eine halbe dazu nur für die Einleitung!?
Und die ganze Zeit geht es immerfort  in dieser Tonart: "Und um die neuen Vollkommenheiten schwebt oft ein Hauch gesteigerter und vergeistigter Düfte von einer feierlichen Zartheit und Hoheit, welcher den Aufstieg der Erscheinungen in ein Neuland besiegelt." (Die feierlichste Frühlingsblume S. 347)
Für meinen Übersetzer-Begriff sind es zu viele schöne Begriffe in einem halben Satz. Wenn ich ihn durch die koreanischen  Pendants ersetze, - wortwörtlich, nur der Neugier …

Logbuch 16: ein wenig Koreanisch Unterricht?

Das Buch wird in Korea wesentlich schlanker werden. Das liegt nicht nur daran, dass wir (der koreanische Verlag und ich) beschlossen haben, nicht alle Essays zu drucken. Sondern vielmehr daran, dass deutsche Sätze in der Regel viel länger sind als koreanische. Oder ein koreanischer Satz ist halb so lang und kann genau das gleiche ausdrücken. 
Hier zwei Beispiel:
Die ganze Welt in allen Ländern ist immerfort mit irreführenden oder ungewissen privaten oder öffentlichen Gerüchen erfüllt, ⇒ 세상은 언제나 이런 저런 쓸데없는 소문으로 가득하다. 
Der angeredete rutscht etwas unruhig blickend auf dem Stuhl herum; ⇒ 상대방은 좌불안석 할 것이다. 
Warum das so ist?
Erstens, in einer koreanischen Silbe werden die Buchstaben nicht nebeneinander geschrieben, sondern untereinander. Die Buchstaben sind wie Bauklötze, die man übereinander stapeln kann.  Z. B., die Silbe 문 besteht aus drei Buchstaben, nämlich ㅁ, ㅜ,  ㄴ. Sie werden untereinander gesetzt. So, 문. Platzsparend, nicht wahr?  Die nächste Silbe aber wird dann daneben gesetzt, ni…

Logbuch 15: Ich wünschte, ich verlöre jeden Tag etwas

Heute geht es um die "Versöhnungs-Hemmungen", einen schönen Aufsatz aus dem Jahr 1937. (S. 295ff)

Ich horchte ganz gebannt auf die weisen Worte des Meisters. Plötzlich hörte ich, dass Goethe wieder zu Wort gekommen ist, und musste auf seine Worte auflachen. 

Foerster zitierte;
"Und wäre dir gleich was verloren, mußt immer tun wie neugeboren."Wie wahr! 
Ich wünschte, ich verlöre jeden Tag etwas.




Logbuch 14: Vater wünscht Tochter die Flügel des Albatros

Deshalb! mache ich weiter. Trotz der Langeweile, die sich bei der Übersetzung unvermeidlich einschleicht,  mache ich weiter, um solche Worte und Gedanken auskosten zu können. 1947 wurde Marianne, die Tochter von Karl Foerster konfirmiert.  Der Vater schreibt folgende Worte, die ich  mit Euch sehr gern teilen möchte;

"Christus ist der größte Ermutiger unseres Gottesglaubens, - und dieser hängt mit unserem Lebensglück aufs engste zusammen. Unser Glück ist eine Zwiesprache der Seele mit ihrem Urquell.
....
Christus redet das Vornehmste in der Seele an. Keine andere Anrede ist ihr vergleichbar. - Er redet auch den Alltag an. Der Alltag mit seinen angeblich kleinen Dingen ist das Wichtigste im Leben. Diese kleinen Dinge sind erfüllt von Größe. -
Das Christentum, von innen her erlebt, ist eines der stärksten Mittel, des herrlich-schrecklichen Geheimnis' "Leben" inne zu werden. -
Und je älter man wird, desto neuer wird uns alles, - desto weniger selbstverständlich. Das tie…

Logbuch 13: Der Name des Xavers

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Am 23. November 1927 schreibt Karl Foerster aus Budapest an seine Frau. Ich stolpere wieder an einem Satz. Er  schreibt,
"Morgens wachte ich in erzkatholischem Lande auf vor herrlichen Waldbergen, fremden Fluss und bunten Kirchen. Der Vorname Xaver tauchte beruhigend und südlich auf." (S.242)
Obwohl man eine dunkle Ahnung hat, soll man lieber sicher gehen. So recherchiere ich ein Wenig über diesen Vornamen. In Wikipedia finde ich dann folgendes:
"Der Vorname Xaver spaltete sich im Laufe der Zeit als eigenständiger Vorname aus dem Familiennamen des als Heiligem verehrten Franz Xaver ab. Dieser hatte seinen Familiennamen von der Burg Javier in der spanischen Provinz Navarra. Der Name dieses Schlosses und der dazugehörigen Gemeinde ist baskischen Ursprungs (aus bask. etxe ‚Haus‘ und berri ‚neu‘; also ‚Neuhaus‘). Im 16. Jahrhundert wurde dieser Name noch Xavier geschrieben, aber [ʃa'βjɛr], später [χa'βjɛr] ausgesprochen. Diese ältere Schreibung des Namens mit dem an…