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Posts mit dem Label "Friedrich Wilhelm Foerster" werden angezeigt.

Logbuch 23: Chaos und Katastrophe, Teil 1: der erste Weltkrieg

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Aufgrund der angespannten Lage in Korea geistert die Kriegsterminologie wieder herum. Zumindest ist in mir eine gewisse Unruhe nicht zu leugnen, obwohl ich nicht glaube, dass es so weit kommt. Arnold Böcklin, Der Krieg, 1896. Zürich In einer Woche wird die Gartenschau in Korea eröffnet. Die Stimmung ist selbstverständlich sehr bedrückt. Die Süd-Koreaner leben scheinbar sorglos weiter, aber jeder ist sich über den Ernst der Lage bewusst. Der Dauerzustand der inneren Unruhe hat sich fast in unseren Genen manifestiert. Man hat im Laufe der Geschichte lernen müssen, mit dem unlösbaren Problem zu leben, der Spielball der Großmächte bzw. Aggressoren zu sein. So war es schon immer, und es scheint diesmal auch nicht anders werden zu wollen. Die Süd-Koreaner vergessen sich lieber in Goldrausch oder " Kangnam-Style ", bewahren äußerlich die Ruhe, sie hilft mehr als die Hysterie.  Wir wollen über Karl Foerster reden. In meiner letzten Post habe ich aus einer Schrift F...

Logbuch 22: Friedrich Wilhelm Foerster (1869-1966)

Es überlief mich heiß und kalt, als ich den letzten Abschnitt des Aufsatzes von  Günter Wirth las, den er über Friedrich Wilhelm Foerster (F. W. F.), den älteren Bruder Karl Foersters geschrieben hat.  Genau gesagt geht es um den Anhang, in dem er eine ganze Passage aus dem Buch von F. W. F. "Die jüdische Frage (Basel; Freiburg; Wien, 1959)" zitierte. Was der Vater Wilhelm Foerster 1918 in seiner Abhandlung "Die internationale Wirksamkeit des Judentums in der Vergangenheit und in der Zukunft" begonnen hatte, setzte der Sohn in seinem o. g. Buch fort.  Auf Leben und Werk F. W. F.s will ich heute nicht näher eingehen. Ich bin noch zu sehr erschüttert von dem, was ich gelesen habe. Angesichts des neueren Vorfalls mit der Gerichtsverhandlung im Münchner Oberlandsgericht, den ich beunruhigend finde, will ich hier die o. g. Zitat in voller Länge bringen. Jeglicher Kommentar erübrigt sich; Ein bedeutsames Dokument, das F. W. F. in seinem 1959 bei Herder in...

Logbuch 5: Jede Blume ein blühender Prosa

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Druckversion/PDF   Jede Blume gleicht einzeln einem Stück blühenden Prosa.  So schön beschreibt die Schriftstellerin Renate Feyl den Foerster-Garten in Bornim. Im Buch „3 x Foerster“ finde ich beeindruckende Informationen über die Familie Foersters. Renate Feyl schreibt in ihrem Artikel „Wilhelm Foerster“ über den Vater so fein und klar formuliert, dass ich Lust bekam, ihre eigenen Bücher zu lesen. Ich wusste bis jetzt nichts von ihr. Ich google, siehe da. Es gibt eine Wiki-Eintragung über sie; Renate Feyl, freie Schriftstellerin, 1944 in Prag geboren, studierte an der Humboldt Universität Philosophie. Sie schreibt vorwiegend erzählende und essayistische Prosa. Da haben wir‘s also. Eine Prosaistin. Eine bezaubernd aussehende obendrein. Hat auch Romane geschrieben, ihr Hauptinteresse galt bis jetzt den  "bedeutenden Frauengestalten der deutschen Literaturgeschichte des 18. und frühen 19. Jahrhunderts wie Luise Adelgunde Victorie Gottsched, Sophie von La Roche und Caro...

Logbuch 4: Der Vater

Druckversion/PDF   Das Kapitel "Elternhaus in der Sternwarte" ist schnell übersetzt. Ich lese den übersetzten Text mehrmals durch. Tja, was soll ich sagen. Meiner Übersetzung fehlt, -wie vermutet-, der so charakteristische Zauber der foersterschen Schrift. Ja, der „Zauber“, noch so ein Zauberwort von ihm. Wenn man aber das Wort "Zauber" wortwörtlich ins Koreanisch übersetzt, schwindet der Zauber! Es ist zum..... werden.  Der Text des Bruders Friedrich Wilhelm ist viel leichter zu übersetzen. Er ist ganz ‚normal‘ aufgebaut, logischer, sachlicher, in sich schlüssiger und besser zu verstehen. Es gibt keine dreifacher Drehungen und vierfache Wendungen wie in Karl Foersters Text. Und vor allem hat der Bruder keine eigenen Worte erfunden! Ich überlege, Karl Foersters Gedanken schweben im Kosmos, seine sechs Sinne weit offen, und blickte er im Geiste alles auf einmal und gleichzeitig. Er verknüpft die Menschendingen mit Gestirnen und das Vergangene mit der Gegenwa...